Trotz zahlreicher Neuerwerbungen hat sich die Großherzoglich-Hessische Porzellansammlung bis heute den Charakter eines Familieninventars erhalten, das von den Vorlieben der einzelnen Familienmitglieder und den verwandtschaftlichen Beziehungen zu anderen europäischen Adelshäusern geprägt ist. Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden die Fayencen und Porzellane der Kelsterbacher Manufakturen, die von den Landgrafen von Hessen-Darmstadt unterstützt wurden. Mit Höchst, Frankenthal, Meißen, Nymphenburg, Sèvres, Wien und St. Petersburg sind weitere bedeutende Manufakturen vertreten. Diese größeren Bestände werden durch Einzelstücke und Ensembles nahezu aller bekannten europäischen Manufakturen ergänzt. So gewährt die Sammlung mit über 4000 Objekten aus Fayence, Steingut und Porzellan einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der europäischen Keramik von ihren Anfängen bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert.